Angebote für kostenpflichtige Freiwilligenarbeit

Seit Kurzem zeigen wir auf greenjobs.de auch Angebote für Freiwilligenarbeit im Ausland.

Die Angebote stammen von wegweiser-freiwilligenarbeit.com. Alle Angebote haben gemeinsam, dass man als Freiwillige/r Geld für die Teilnahme bezahlen muss und oft sehr eigenständig arbeitet.

Auf die Kostenpflicht geht der Wegweiser auf seiner Website sehr transparent ein. Auch wir machen in jeder Anzeige einen deutlichen Hinweis darauf.

Zitat: „Im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung ist die Organisation von Freiwilligendiensten und flexibler Freiwilligenarbeit nicht kostenlos, sondern eine kostspielige Angelegenheit. Unterbringung & Verpflegung am Einsatzort, auf die manche angehenden Freiwilligen die Ausgaben gern beschränkt sähen, sind nur ein ganz kleiner Teil der Gesamtrechnung.“

Was haltet ihr von diesen Angeboten? Findet ihr, diese Angebote passen auf eine Jobbörse wie greenjobs.de?

Comments

  1. Daniel Kebschull says:

    Ich halte von diesen Angeboten nichts. Da auch Freiwilligenarbeit eine Unterstützung für die jeweilige Organisation darstellt und für eine Unterstützung sollte auch eine entsprechende Gegenleistung erfolgen. Bei diesen Angeboten muss man teilweise so viel bezahlen, als ob man die selbe Zeit an diesem Ort nur Urlaub macht, das ist ein Ausnutzen von engagementwilligen Menschen ähnlich der Generation Praktikum. Zudem gibt es auch viele nicht zahlungspflichtige Freiwilligenarbeit. Diese ist im Internet aber mittlerweile extrem schwer zu finden, da die kostenpflichtigen Anbieter mit ihrer Werbung immer oben bei Google auftauchen.
    Natürlich kostet die Unterbringung und Versorgung von Freiwilligenarbeit Geld aber dieses Problem einfach auf die Freiwilligenarbeit abzuwelzen und auch noch ein Geschäftsstelle aus der Vermittlung zu machen finde ich nicht richtig. Stattdessen könnten Spender/Paten gefunden werden, welche helfen möchten, nicht die Zeit haben aber gerne mit einer Geldspende unterstützen möchten.

    • Danke für deine Einschätzung.

      Ich gebe dir Recht, dass die hohen Kosten erstmal staunen lassen. Ich finde aber, wegweiser-freiwilligenarbeit hat das auf seiner Website recht gut dargestellt, warum die Kosten entstehen. Mit Praktika von Organisationen und Unternehmen hier in Deutschland kann man diese Projekte ja nur sehr bedingt vergleichen. Auch andere – vom BMZ geförderte – Projekte sind nicht kostenfrei. Dort tragen die Kosten halt die Teilnehmer nur zum Teil.

      Wir sind jedenfalls dankbar für die Diskussion dazu und versuchen in der nächsten Zeit, die Projekte so zu zeigen, dass alle Seiten damit zufrieden sind und alle etwas davon haben.

  2. Daniel Kebschull says:

    Geschäftsmodel nicht Geschäftsstelle;-)