Mobile Seelengärten – ein grünes Projekt für Geflüchtete

Das greenjobs.de-NetcastJedes Jahr spenden wir einen Teil unserer Gewinne an Organisationen oder Projekte, die sich im Bereich Nachhaltigkeit engagieren oder – weil wir nun einmal eine Online-Jobbörse sind – die im Bereich IT oder Internet tolle Arbeit leisten. Zwei Initiativen haben wir bereits im Laufe des Jahres unterstützt: Einmal den Energietagewald und zum anderen sind wir Mitglied der Electronic Frontier Foundation.

Gerne wollten wir noch ein Projekt unterstützen, das mit der Flüchtlingshilfe in Deutschland zu tun hat. Dabei stießen wir auf die Mobilen Seelengärten. Das hat uns auf Anhieb sofort gefallen: Es geht um Flüchtlingshilfe, es geht um Gemüsegärten und es ist fast vor unserer Haustür, nämlich in Berlin. Ich habe daher mit Keya Choudhury gesprochen, einer der Gründerinnen der Mobilen Seelengärten. Hört Euch doch einmal an, was sie zu erzählen hat.

Und gerade, als wir uns vor ein paar Wochen entschlossen hatten, die Seelengärten zu unterstützen, da lancierten sie auch noch eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Startnext. Wir finden das klasse und haben unsere Beteiligung etwas erhöht:

Für jeden Euro, der auf Startnext für die Mobilen Seelengärten zusammenkommt, legen wir noch einen drauf – bis das Fundingziel von 3.700 EUR erreicht ist!

Und es sieht gut aus, dass wir das zusammen schaffen werden. Aber hört nicht auf, wenn dieser Betrag erreicht ist. Dies ist nur das Minimalziel der Kampagne. Keya und Ihre Mitstreiterinnen können auch deutlich mehr gebrauchen für all das, was sie noch vorhaben. Daher:

Unterstützt die Crowdfunding-Kampagne der Mobilen Seelengärten! Es muss kein großer Betrag sein. Auch 5 oder 10 EUR sind sehr nützlich. Und wir legen ja noch einmal denselben Betrag drauf! Die Kampagne läuft nur bis zum 10.12.2015!

Wir würden uns sehr freuen, wenn es noch viel mehr Seelengärten gäbe!

 

 

In dieser Episode verwendete Musik:
I dunno“ – von grapes unter der Mitwirkung von J.Lang und Morusque
Improvisation on Sunday“ – von Alex unter der Mitwirkung von The3amAssociation

 

Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenzvertrag
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Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz
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Zukunftssicher und schneller: www.greenjobs.de jetzt auch per IPv6 erreichbar!

Die Adressen des alten Internet Protokolls IP Version 4 (IPv4) sind weitgehend erschöpft. Als es entwickelt wurde, hatte niemand mit einem solchen Zuwachs an vernetzten Rechnern und Geräten gerechnet. Daher wurde schon vor 20 Jahren die nächste Generation entwickelt, IPv6. Aber erst in den letzten Jahren ist der Druck groß genug geworden, dass mehr und mehr (große) Firmen umgestellt haben. Auch wir haben uns lange nicht darum gekümmert. Nun aber doch!

Kürzlich lernten wir nämlich von einem Mitarbeiter von Akamai, dass gerade in mobilen Netzwerken IPv6 oft ca. 15% schneller sei (Akamai ist eine Firma, die weltweit Server betreibt, um den Content großer Webseiten schneller – weil näher am Endkunden – auszuliefern; eigenen Angaben zufolge gehen 15-30% des weltweiten Web-Verkehrs über ihr Netzwerk). Der Grund: Die Mobilfunk-Netze liefen mittlerweile alle auf IPv6. Und ein nur über IPv4 erreichbarer Webserver – wie bis vor kurzen www.greenjobs.de – muss über ein spezielles Gateway angesprochen werden, das zwischen IPv6 und IPv4 vermittelt. Diese Gateways sind aber oftmals ein Flaschenhals, so dass die Seiten (inkl. aller Resourcen wie Bilddateien, Javascripts) länger benötigen, um im Browser anzukommen. Auch Facebook hat kürzlich berichtet, dass Zugriffe per IPv6 auf FB-Seiten 10-15% schneller seien.

Also: Wenn Ihr jetzt – gerade auf Mobilgeräten – eine Geschwindigkeitsverbesserung bemerkt, so liegt das (vermutlich) an IPv6.

PS: auch www.eejobs.de und blog.greenjobs.de sind jetzt per IPv6 erreichbar!

PPS: Schon 2007 gab es auf einer Tagung von RIPE (Réseaux IP Européens) diese musikalische Warnung an alle, die nicht rechtzeitig auf IPv6 umsteigen „The Day the Routers Died“ – immer noch hörenswert…

EU Gericht kippt Safe Harbour – und greenjobs.de freut sich

Gestern hat der European Court of Justice das Safe Harbour Abkommen zwischen der EU und den USA gekippt. Es erlaubte Firmen per Hinweis auf diese Regelung, u.a. personenbezogene Daten auf der jeweils anderen Seite des Atlantiks zu speichern. Das Gericht sah die Europäischen Datenschutzvorgaben dadurch als gefährdet an und gab dem Kläger recht.

Jetzt fragen sich viele Webseiten-Betreiber: Darf ich meine Anwendungen noch in z.B. Amazon’s Cloud Diensten laufen lassen? Darf ich noch Google Analytics zum Tracken meiner Besucherinnen und Besucher verwenden? Muss ich das Facebook Widget von meiner Seite nehmen usw. usw. Wir sehen das mit einer gewissen Genugtuung, weil wir von Beginn an das Prinzip der Datensparsamkeit angewendet haben. Wir erfragen und speichern nur Daten, die wir auch wirklich benötigen. Zum Aufgeben eines Stellengesuchs zum Beispiel, muss man nicht einmal seinen Namen eintragen.

Und wir haben uns stets dagegen entschieden, Widgets oder sonstige Resourcen von Google, Facebook & Co so einzubinden, dass Besucher von greenjobs.de oder eejobs.de für diese automatisch trackbar werden. Auf unserem Blog verwenden wir für die Sozialen Medien die 2-Klick-Lösung von Heise, zum Schutz vor Spam-Bots nutzen wir nicht das zu Google gehörende Re-Captcha und statt unsere Web-Statistik über Google’s Standard-Lösung Analytics zu machen, verwenden wir die selbst gehostete Opensource Alternative Piwik.

Wir sind der Meinung, dass jeder Seiten-Betreiber es selbst in der Hand hat, wie weit er sich – und wichtiger noch: seine Nutzerinnen und Nutzer – Google & Co ausliefert. Manchmal kostet es ein bisschen mehr Arbeit, manchmal bietet eine datenschutzfreundliche Alternative weniger Features. Aber wir können damit ruhiger schlafen. Gerade auch wegen Themen wie dieser ist greenjobs.de Mitglied der Electronic Frontier Foundation – einer der ältesten Bürgerrechtsorganisationen der digitalen Welt. Wir freuen uns über die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, weil sie die Rechte aller Internetnutzer in Europa stärkt.