Seit zwei Jahrzehnten Lobbyarbeit für nachhaltiges Wirtschaften: Der Verband UnternehmensGrün im Portrait

Das greenjobs.de-NetcastIn der neuen Ausgabe unseres Audio-Netcasts geht es um UnternehmensGrün – ein Verband der sich für nachhaltiges Wirtschaften einsetzt.

Außerdem berichten wir über den StartGreen Award, der dieses Jahr zum ersten mal vergeben wird.

Wir sind mit der greenjobs GmbH Mitglied im Verband UnternehmensGrün. Um Euch diese Organisation einmal vorzustellen haben wir die Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, Frau Dr. Katharina Reuter, zu einem Interview eingeladen.

Was macht UnternehmensGrün eigentlich?

Entstanden ist UnternehmensGrün vor 23 Jahren aus der Überzeugung, dass Ökologie und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch sind. Mittlerweile haben sie über 170 Unternehmen als Mitglieder.

Der Verband klinkt sich aktiv ein, wenn Gesetze entstehen – wie zum Beispiel seinerzeit das Erneuerbare Energien Gesetz oder die Gentechnik Novelle und ganz aktuell TTIP. Sie werden von Politikern/ dem Bundestag als Experten zu Rate gezogen und setzten sich auch für kleine Unternehmen ein. Zitat der UnternehmensGrün Homepage: ‘Denn verantwortungsvolles Wirtschaften braucht Rahmenbedingungen. UnternehmensGrün bündelt die Visionen der Mitglieder und nimmt parteiübergreifend politisch Einfluss.’ Das Spektrum der Lobbyarbeit, die UnternehmensGrün leistet, ist also groß.

Im Interview geht es dann auch noch um den Emissionshandel, Asiatische Konkurrenz und den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern.

Schon seit einiger Zeit arbeitet UnternehmensGrün mit Umweltverbänden auf nationaler Ebene zusammen; und mit Ecopreneur.eu gibt es seit diesem Jahr auch einen europäischen Zusammenschluss grüner Wirtschaftsverbände, die in Brüssel Lobbyarbeit machen.

Und wer sind die 170 Mitglieder? Passt da die eigene Firma evtl. dazu? Könnte UnternehmensGrün auch für Dich interessant sein?
Im Interview erklärt Katharina , dass Mitgliedsunternehmen nicht zwangsläufig „ein grünes Kernprodukt haben – wohl aber ein grünes Herz“. Sehr häufig vertreten seien zwar Firmen rund um die Erneuerbaren Energien, Biologische Lebensmittelerzeuger, sowie entsprechende Agenturen, Beratungsfirmen aber dann eben auch Maschinenbaufirmen etc. deren eigene Philosophie mit den Grundsätzen von UnternehmensGrün übereinstimmen. Auch wird ein Verband wie UnternehmensGrün immer interessanter für Start-ups, junge Unternehmen, Unternehmen rund ums Thema Life Sciences.

Das Team von UnternehmensGrün selbst ist nicht sehr groß, trotzdem beschäftigen sie meist 1-2 Praktikantinnen oder Praktikanten.
Hört Euch das Netcast an, um mehr darüber zu erfahren. Zum Beispiel, ob sich für Dich eine Bewerbung bei UnternehmensGrün lohnen würde.

Da passt der StartGreen Award gut dazu:
StartUp4Climate die weltweit erste nationale Gründerinitiative für die Green Economy, zeichnet grüne Start-ups und Gründerförderer aus. Der StartGreen Award wird dieses Jahr zum ersten mal vergeben – in 4 Kategorien.
Wer kann mitmachen? Wie ist das Auswahlverfahren?
Wie sind die Bewerbungsfristen?
Wann ist die Preisverleihung?
Hierzu mehr im Netcast – oder natürlich auch unter: www.start-green.net

 

In dieser Episode verwendete Musik:
I dunno“ – von grapes unter der Mitwirkung von J.Lang und Morusque
Improvisation on Sunday“ – von Alex unter der Mitwirkung von The3amAssociation

 

Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenzvertrag
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Offshore Wind: Perspektiven für nachhaltige Jobs auf rauher See – Interview mit der Windenergie Agentur

Das greenjobs.de-NetcastDas Arbeitsfeld Offshore Windkraft

Die Windenergie Agentur (WAB) sitzt in Bremerhaven – unweit der Nordsee mit ihren gewaltigen Potenzialen für die Windenergienutzung. Für das greenjobs.de-Netcast interviewed Guido Bröer von den Solarthemen den Geschäftsführer der WAB, Ronny Meyer. Er spricht über die Chancen und Risiken der Offshore Windkraft und vor allem, was sie für Jobsuchende zu bieten hat. Hier ein paar Highlights aus dem Gespräch:

Fotolia_63563044_XS.jpg (Foto: Fotolia)

Offshore-Windpark im Wattenmeer
(Foto: magann / Fotolia)

  • Offshore Wind – wie die Energiewende insgesamt – bleibt seiner Ansicht nach ein attraktives Arbeitsfeld.
  • Aktuell gibt es ca. 18.000 Stellen in der Offshore Branche, viele davon an Land, im Anlagenbau.
  • Unter jetztigen Rahmenbedingung erwartet die Windenergie Agentur 20-30.000 Arbeitsplätze in Deutschland.
  • Nach Unsicherheit aufgrund der EEG-Diskussionen sind die Investoren nun zurückgekehrt; in 2014 ist die installierte Leistung auf 1 GW gestiegen.
  • Der Markt bleibt aber von politischen Rahmenbedingungen abhängig.
  • Wichtig für Jobsuchende: Es zählen technische Kompetenz und „Beweglichkeit im Kopf“ – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen offen für Änderungen bleiben.

 

Viva con Agua setzt sich weltweit für Zugang zu sauberem Wasser ein

Viva con Agua Projekt in Äthiopien

Viva con Agua: Brunnen-Projekt in Äthiopien
(Foto: John Bröhmstrup / Viva con Agua)

Claudia Gersdorf von Viva con Agua stellt in einem weiteren Interview ihre weltweite Arbeit vor. Unter dem Motto „ALLE FÜR WASSER – WASSER FÜR ALLE“ setzt sich das internationale Netzwerk für einen menschenwürdigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung ein. Viva con Agua versteht sich als „offenes Netzwerk“, das vorwiegend von individueller Initiative und Mitwirkung der über 8.500 aktiven Supporter*innen weltweit lebt. Mit vielen Aktionen und ebenso viel Spaß begeistert Viva con Agua Menschen für soziales Engagement und sammelt Spenden für Wasserprojekte der Welthungerhilfe.

Wir von der greenjobs GmbH haben in 2014 mit 500 Euro einen kleinen Beitrag dazu geleistet. Das Netzwerk arbeitet vorwiegend mit Ehrenamtlichen und unterstützt konkrete Projekte anderer Organisationen. Viva con Agua schätzt, dass sich durch ihre Arbeit die Lebensbedingungen von mindestens 500.000 Menschen nachhaltig verbessert haben.

 

In dieser Episode verwendete Musik:
I dunno“ – von grapes unter der Mitwirkung von J.Lang und Morusque
Improvisation on Sunday“ – von Alex unter der Mitwirkung von The3amAssociation

 

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Vom Mauerblümchen zur schlagkräftigen Umweltorganisation – die Deutsche Umwelthilfe

Das greenjobs.de-NetcastDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) – Interview mit Bundesgeschäftsführer Michael Spielmann

Mit Spendendosen von Haus zu Haus zu ziehen, um Geld für Umwelt- und Naturschutzverbände zu sammeln – das war der Zweck, zu dem 1975 die Deutsche Umwelthilfe gegründet wurde. In den letzten 10-15 Jahren hat sich die DUH kräftig politisiert, hat ein Büro in der Hauptstadt eröffnet und sitzt heute mit Akteuren in vielen wichtigen Umwelt- und Naturschutzbereichen zusammen: Mit anderen Umweltorganisationen, Kommunen und Firmen.

Bundesgeschäftsführer Michael Spielmann sieht vor allem in dem Willen zur Kooperation, zum lösungsorientierten Vorgehen, ein wichtiges Merkmal der DUH. Der Verband scheut die Konfrontation nicht, die über die Presse oder wenn nötig auch mit juristischen Mitteln ausgetragen wird. Aber im Vordergrund steht der Versuch, relevante Akteure an einen Tisch zu bekommen und gemeinsam Lösungen zu vereinbaren.

Das Themenspektrum reicht vom kommunalen Naturschutz, über Recycling und Kreislaufwirtschaft bis hin zum großen Thema Klimaschutz. Zunächst erntete die DUH viel Kritik für Ihre Kooperation mit Unternehmen, aber der Verband hat immer versucht, Grenzen zu setzen. So fände sich das DUH-Logo niemals auf Produkten, wie dies andere Organisationen tun. Richtig bekannt wurde die Deutsche Umwelthilfe als sie sich vor einigen Jahren sehr intensiv mit der Feinstaubbelastung in Städten und vor allem durch den Straßenverkehr beschäftigte. Dadurch wuchs der Verein von einem Anhängsel der anderen Umweltverbände zu einem eigenständigen Akteur in diesem Feld.

Heute kennen viele die DUH durch ihre einmal jährlich veröffentlichte Analyse der Dienstautos der Bundes- und der Landesregierungen. Die kürzlich veröffentlichte Liste bricht die CO2-Emissionen nach Parteien und Bundesländer herunter. Hamburg ist hier das führende Bundesland und nach Parteien aufgeteilt führen die Minister von Bündnis90/Die Grünen die Liste deutlich an, während die CSU-Minister mit Ihren Autos weit oberhalb des Durchschnitts der neuzugelassenen Fahrzeuge in Deutschland stehen.

Der DUH ist keine Mitgliederorganisation und versucht auch nicht „in die Fläche“ zu gehen. Aus historischen Gründen gibt es aber noch mehrere Standorte, von denen Radolfzell, Hannover und Berlin die größten sind. Während in Radolfzell z.B. die Verwaltung des Vereins sitzt, sowie der Fachbereich Verbraucherschutz, findet sich in Berlin die Lobby-Zentrale und zum Beispiel die Themen Klima und Luftreinhaltung. Rund 85 Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter beschäftigt die DUH derzeit, die Frauenquote liegt bei ca. 70%, was bis hoch in die Bereichsleiterebene reicht. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie versucht die DUH zu ermöglichen durch Teilzeitmodelle, flexible Arbeitszeiten und durch die Möglichkeit, auch von zu Hause aus arbeiten zu können.

Bei der Einstellung von Mitarbeitern spielt die fachliche Qualifikation die größte Rolle. Welche genau gesucht wird, hängt vom jeweiligen Projekt ab. Insgesamt gibt es jedoch kein einheitliches Mitarbeiterprofil – die DUH beschäftigt Umweltjuristen, Verwaltungs- und Politikwissenschaftler, Geografen und Bürokaufleute. Auch eine ganze Reihe von Quereinsteiger finden sich bei der DUH, ein „grüner“ Arbeitshintergrund ist kein Einstellungskritierium aber ein Interesse an politischen Zusammenhängen und das Vernetzen unterschiedlicher Themen seien wichtig für den Erfolg in der DUH-Arbeit.

Kennenlernen können Interessierte die DUH z.B. über Praktika oder Master-Arbeiten. Diese werden nicht immer ausgeschrieben, so dass sich eine spontane Bewerbung immer lohnen kann. Dies gilt auch für reguläre Stellen, da es immer wieder Fluktuation gibt und Stellen neu besetzt werden müssen.

greenjobs.de auf den Berliner Energietagen
Vom 15.-17. Mai finden wieder die Berliner Energietage statt und greenjobs.de ist auch dieses Jahr dabei. Am Freitag, dem 17. Mai gibt es spezielle Angebote für Studierende, z.B. ein Innovations- und Gründerforum, einige Kurzvorträge bzw. Diskussionsveranstaltungen usw. Außerdem bieten wir einen kostenlosen Check Ihrer Bewerbungsmappe. Dazu ist mein Kollege Jan Strohschein vorort. Die Kapazitäten für diesen Check sind leider begrenzt und Plätze werden unmittelbar vorort vergeben. Sie können uns aber in der Kostenlosen Anmeldung schon einmal wissen lassen, dass Sie hieran Interesse haben. Mehr Informationen zu den Berliner Energietagen und das Anmeldeformular finden Sie auf der Webseite www.berliner-energietage.de.

Leichter Rückgang der Beschäftigungszahlen in den Erneuerbaren Energien
Das DLR und eine Reihe anderer namhafter Institute haben für das Bundesministerium für Umwelt die aktuellen Daten zur Beschäftigung in den Erneuerbaren Energien vorgelegt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren, war in 2012 die Zahl Beschäftigten leicht rückgängig – die Forscher kommen auf ein Minus von rund einem Prozent – auf jetzt knapp 378.000 Stellen. Der größte Teil der Arbeitsplätze ist weiterhin im Bereich Biomasse angesiedelt. Die Windenergie hat sich nach zwei Jahren ihren zweiten Rang vor der Solarenergie zurückerobert. Interessant auch: Die Dominanz des Stromsektors beim Ausbau der Erneuerbaren Energien spiegelt sich auch in den Beschäftigtenzahlen wider. Etwa 73 Prozent der ermittelten Personen entfallen auf diesen Bereich. 21 Prozent sind dem Wärmesektor zuzuordnen und sechs Prozent der Biokraftstofferzeugung. Marlene O’Sullivan vom DLR rechnet auch weiterhin mit turbulenten Zeiten:“ Wir rechnen damit, dass auch in den Jahren 2013/2014 Arbeitsplätze verlorengehen und Unternehmen schließen müssen. Insgesamt gehen wir aber davon aus, dass am Ende dieser Entwicklung eine Industrie steht, die sehr viel unabhängiger von politischer Förderung sein wird und damit ihren Beschäftigten nachhaltige Perspektiven bieten kann.“

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In dieser Episode verwendete Musik:
I dunno“ – von grapes unter der Mitwirkung von J.Lang und Morusque
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